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25.06.2011   Pressemitteilung

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)
Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn
Tel.: 0049 228 / 21 40 32, Fax: - 33
Email: BBU-Bonn(aet)t-online.de, Homepage: BBU-online.de

Atomausstieg Jonglieren mit Zahlen ist der ernsten Lage nicht angemessen /
Heute internationaler "Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen /
BBU für sofortigen Atomausstieg und gegen Atomwaffen

(Bonn, Berlin, Gronau, Temelin, Fessenheim, 25.06.2011) Anlässlich des heutigen Bundesparteitags der Grünen hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) heute erneut die Notwendigkeit und Machbarkeit der sofortigen Stilllegung aller Atomkraftwerke und sonstiger Atomanlagen betont. Das Jonglieren mit Ausstiegs-Zahlen, das derzeit in allen Parteien erfolgt, vergleicht der BBU mit dem Jonglieren im Zirkus und bezeichnet es "als der ernsten Sache nicht angemessen". "Wer die Gefahren der Atomenergie erkannt hat und wer weiß, dass es weltweit kein Atommüll-Lager gibt, das zigtausend Jahre betrieben werden kann, der sollte sich eindeutig für den sofortigen Atomausstieg engagieren. Und sofort ist nicht 2013 oder 2017, und 2022 schon gar nicht", so der BBU.

    Druck der Straße weiter notwendig

Der BBU setzt weiterhin auf den Druck der Straße und ruft zur Teilnahme an weiteren Anti-Atomkraft-Demonstrationen auf. "Der Schnelle Brüter in Kalkar und die Atommüllfabrik in Wackersdorf (WAA) sind durch breite Massenproteste verhindert worden, nicht durch schwammige Parteitagsbeschlüsse" erinnert der BBU.

Der BBU, der auch den weltweiten sofortigen Atomausstieg fordert, weist darauf hin, dass an diesem Wochenende auch international gegen die Nutzung der Atomenergie demonstriert wird. So z. B. am heutigen Samstag gegen neue Atomkraftwerke in Temelin (Tschechien, http://www.anti.atom.at) und am Sonntag gegen das Atomkraftwerk in Fessenheim (Frankreich, 14.00 Uhr, http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-demo-aktion.html).

    Internationaler "Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen"

Der BBU prangert am heutigen internationalen "Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen" (http://www.icanw.org) auch die Verknüpfung von militärischen und sogenannten zivilen Atomanlagen an. "Ursprünglich wurde die Atomforschung zu militärischen Zwecken geführt und führte zu den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. Und auch heute noch werden Uran und Plutonium militärisch genutzt. Auch das muss ein Ende haben", fordert Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Als besonders prekäre Atomanlagen im Grenzbereich zwischen militärischer und "ziviler" Nutzung bezeichnet der BBU die Urananreicherungsanlagen. Der BBU fordert daher auch, dass auch die einzige deutsche Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau in der gesamten Ausstiegsdiskussion mehr Berücksichtigung finden muss. Für den 3. Juli rufen der BBU, Bürgerinitiativen und Verbände zur Teilnahme an einer Kundgebung für die sofortige Stilllegung der UAA auf (13 Uhr, Röntgenstraße 4, www.aku-gronau.de). Der BBU engagiert sich auch gegen Urananreicherungsanlagen in anderen Staaten wie etwa in den Niederlanden und in Russland.

Mit Spenden den BBU unterstützen

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Zur Finanzierung seines Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666. Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032.




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